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Aktuelles - Kurt Tucholsky Schule Flensburg

(K)ein Mord in Aussicht Stand: 2019-05-28 10:53:33

Reisetagebuch der Lateinerfahrt 2019 Stand: 2019-03-25 12:35:30

Vom 18.2. bis 22.2.19 waren wir mit Frau Johannsen und Herrn Scheiffarth auf Lateinerfahrt in Xanten. Wir hatten zwar eine weite Reise, haben dafür aber viel erlebt und gesehen. Wir haben einige Museen besucht, Führungen gehabt, allerlei Sehenswürdigkeiten betrachtet und jede Menge Spaß gehabt. Außerdem sind wir in unserer schönen Jugendherberge bei allerlei Spielen als Gruppe zusammengewachsen.

Montag, den 18.2.19: Anreise

Dienstag, den 19.2.19:

Nach einer 2-stündigen Zugfahrt, einem kurzen Aufenthalt am Bahnhof von Haltern und einer kurzen Busfahrt erreichten wir das Römermuseum in Haltern. Wir hielten uns kurz im Eingangsbereich des Museums auf, bevor eine nette Dame unsere Gruppe empfing und mit einem Film die Führung begann. Der Film handelte über die Lager der Römer entlang der Lippe und besonders über das der Römer in Haltern. Nach dem Film gingen wir in eine große Halle voll mit Ausstellungsstücken. In der Halle waren viele Vitrinen und Modelle von römischen Artefakten. Besonders auffällig waren die 15000 Playmobilsoldaten, die sich durch den Raum zogen und das römische Heer nachbildeten. Die Führung begann an einer Vitrine, die die Ausrüstung der Legionäre zeigte. Ein Römer hatte stets schwere Last zu tragen (ca. 30 Kilo Ausrüstung) und uns wurde gezeigt, woraus diese bestand. Nachdem wir die Ausrüstung der Legionäre gesehen hatten, gingen wir weiter zu einer Karte, die uns zeigte, wie groß das römische Reich damals war. Danach gab es (anhand der Playmobilsoldaten) Informationen über die römische Armee und ihren Aufbau. Danach gingen wir zum Nachbau eines römischen Zeltes, wie es die Legionäre damals genutzt haben. Das Zelt war aus insgesamt 72 Ziegenhäuten gefertigt. Der nächste Halt war ein Miniaturmodell des Lagers, das damals in Haltern stand. Uns wurde etwas über den Aufbau des Lagers, wichtige Gebäude und die Entwässerung erzählt. Das Modell stand auf einer Hebebühne, womit uns verdeutlicht wurde, dass die Stadt schräg lag (auf einem Hügel gebaut), damit Wasser und Fäkalien besser abfließen konnten. An der letzten Vitrine im Raum ging es um die Speisen der Römer, deren Zutaten und Beschaffungsorte. Besonders wichtig war eine würzige, aus Fisch gemachte Soße, die sich „garum“ nannte.

Als letztes durften wir in der Halle die persönlichen Gegenstände eines Legionärs bestaunen und eine Teilnehmerin erklärte sich bereit, die Gegenstände eine bestimmte Strecke durchs Museum zu tragen. Das Ziel war ein eher gewöhnlicher Raum, an dem die Last abgelegt wurde und in Folge dessen auch die verschiedenen Gegenstände erläutert wurden (Töpfe, Kelle, Tunica etc.). Unsere Führerin gab uns einen Beutel mit Weizenkörnern. Damit ging es an einen Mahlstein. Der Stein bestand aus 2 Stücken Basalt (Vulkangestein), die 20 Kilo wogen. Nun war es unsere Aufgabe, mit den Steinen die Körner zu Mehl zu mahlen. Nach einigen Durchläufen war das Mehl dann fertig und wir durften es mit nach Hause nehmen. Hier endete unsere Tour im Museum. Der Rest des Tages bestand aus einem Aufenthalt in Haltern, der Rückfahrt nach Xanten und einem schönen Abend in der Jugendherberge.

Mittwoch, 20.2.19: LVR Römermuseum Xanten

Am Vormittag des Mittwochs gingen wir alle von der Jugendherberge aus in den Archäologischen Park Xanten. Uns erwartete eine riesige Anlage mit allerlei Überresten und Nachbauten aus der Römerzeit. Nach einem kurzen Aufenthalt im Souvenirshop gingen wir mit unserer Führerin Frau Kunst zu einem kleinen Unterstand mit einer Karte und einem Modell der „Colonia Ulpia Traiana“, wie die Stadt damals genannt wurde. Wir sprachen über den Standort, den Kaiser und den Aufbau der Stadt. Der nächste Halt war das große Amphitheater der Stadt. Wir setzten uns auf die Tribüne und Frau Kunst fing an zu erzählen. Im Amphitheater fanden früher Tier- und Gladiatorenkämpfe statt. Es war großer Treffpunkt für die Römer. Nachdem Frau Kunst noch einiges über den Beruf des Gladiators erzählt hatte, ging es weiter zu einer Statue des Kaisers Traianus, der damals viele Städte erbaut hat. Die Statue war aber nur eine Nachbildung des Originals. Der letzte Halt war dann wieder ein Schaukasten, an dem die Führung vorerst endete. Wir gingen in die römische Herberge und schauten uns die sanitären Anlagen, die Wohnkammern und die hauseigenen Thermen an. Um 11.30 Uhr ging die Führung am eigentlichen Museum weiter. Wir legten unsere Taschen ab und gingen nach draußen. Hier warteten einige Fundamente der damaligen Thermenanlage auf uns.

Als erstes ging es um die Toiletten. In den Thermen waren die Römer oft in großen Scharen gleichzeitig. Frau Kunst erklärte uns, wie das Abwasser der Thermen und die Fäkalien der Römer die Stadt verließen. Die Ruinen gehörten außerdem noch zu den Unterkünften der Sklaven und einem großen Wasserturm, der auch unser nächster Halt war. Hier wurden damals 22000 l Wasser aus der Lippe gespeichert, welches durch Aquädukte dorthin gelangte. Nun gingen wir ins Museum und drinnen sahen wir uns zunächst einige Vitrinen an. Es ging um die Beheizung der Thermen und Bodenheizungen (hypocaustum). Als nächstes ging es in eine große, offene Halle mit Überresten der einzelnen Schwimmbecken. Es gab das caldarium (Heißbad), frigidarium (Kaltbad) und das tepidarium (Warmbad). Nach einem Rundgang hatten wir alle Becken durch und die Tour war gegen Mittag für den Tag vorbei. Wir holten unsere Sachen und es ging Richtung Innenstadt. Wir schauten uns den Dom in Xanten von innen und außen an. Danach hatten wir etwas Zeit in der Stadt. Am frühen Nachmittag gingen wir dann zurück in die Jugendherberge, wo wir den restlichen Tag verbrachten.

Donnerstag, 21.2.19: LVR Römermuseum Xanten

Am Donnerstag ging es erneut in das Römermuseum in Xanten. Diesmal ist nur ein Teil der Gruppe zu Fuß gegangen und die anderen nahmen den Bus. Pünktlich trafen wir uns dann wieder am Museum. Unsere Führerin begrüßte uns und fing auch sogleich an zu erzählen. Sie sprach über die Landwirtschaft, die Viehzucht und die Nahrungsmittelproduktion. Danach hatten wir die Wahl, was wir hören wollten. Wir entschieden uns für eine Führung mit vielen verschiedenen Themen. Sie führte uns durchs ganze Museum und erklärte uns anhand vieler Ausstellungsstücke die römische Geschichte.

Sie sprach über Geld und zeigte uns einige Fundstücke. Über die Reiterei redete sie und viele weitere Themen wie z.B. Legionen oder römische Bauten. Anschließend gingen wir zu den Handwerkerhäusern. Wir betraten als erstes die Werkstatt eines Schmieds. Detailliert erklärte uns unsere Führerin die Werkzeuge und den Vorgang, wie aus einem Wachsklumpen über eine Gussform dann das endgültige Produkt entstand.

Wir verließen das Haus und kamen in eine Art Hinterhof, wo sie uns ein Lichthäuschen auf dem Dach zeigte und einen Gulli, wie er damals aussah. Anschließend gingen wir ins Obergeschoss des Hauses, wo die Leute damals lebten. Wir besichtigten die einzelnen Schlafkammern, in denen sie damals mit vielen Personen lebten. Sie erzählte über die aufwändig hergestellten Möbel und die minimalistische Raumgestaltung. Nachdem wir dann über eine andere Treppe wieder nach unten gelangt waren, erklärte sie uns, wie die Schlösser damals funktionierten. Sie hatte einen alten Schlüssel und eine Zeichnung des Schlosszylinders und erklärte uns den Mechanismus. Der nächste Halt war ein Gebäude, das von innen recht leer war und nur aus einer Tribüne und alten Fundamenten bestand. Sie erklärte uns, dass man nicht herausgefunden habe, was für ein Haus hier früher war, und erläuterte einige archäologische Verfahren. Wir verließen das Gebäude und gingen zum letzten Stopp, die Weberei. Hier wurde uns anhand eines nachgebauten Webstuhls die Produktion einer Tunica erläutert. Zwar stand dort wahrscheinlich nicht wirklich dieses Gebäude damals, aber es war alles sehr gut nachgebaut und erklärt. Nachdem die Führung beendet war, verbrachten wir noch etwas Zeit im Archäologischen Park und betrachteten noch einmal das Amphitheater und den Hafentempel. Dann gingen wir wieder in die Stadt. Der restliche Tag verlief wie jeder andere.

Freitag, 22.2.19: ABREISE – „Das Ende“

Oke Lachs, 10 Wa

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